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Eine Lerntechnik, die wirklich funktioniert

6. Sept.
2 Min. Lesezeit

Die Pomodorotechnik ist eine einfache, aber effektive Lernmethode, die hilft, konzentriert und produktiv zu bleiben. Entwickelt von Francesco Cirillo in den späten 1980er Jahren, basiert sie auf der Idee, dass kurze, intensive Arbeitsphasen gefolgt von kurzen Pausen die Effizienz steigern können. Klingt simpel, ist aber erstaunlich effektiv. Und zwar nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Jugendlichen und Erwachsenen.


Die Technik funktioniert so: Als Erstes erstellst du einen Lernplan. Danach stellst du einen Timer auf 25 Minuten ein, in denen du dich voll auf eine Aufgabe konzentrierst – diese Zeitspanne wird als „Pomodoro“ bezeichnet. Sobald der Timer klingelt, streichst du die erledigte Aufgabe durch oder hakst sie ab und machst du eine kurze Pause von 5 Minuten. Nach vier Pomodoros legst du eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten ein. Diese Struktur hilft, Ablenkungen zu minimieren und das Gehirn in kurzen Intervallen fokussiert zu halten, was das Lernen effektiver und weniger anstrengend macht. 


Ich habe diese Technik unzählige Male bei meinen Schülern und meinen eigenen Kindern angewandt, und sie funktioniert wirklich! Nach einer Weile merken die Kinder selbst, wie viel einfacher sie sie größere Aufgaben bewältigen können und dass sie ihre Arbeit seltener aufschieben. Die Lernhäppchen sind klein, überschaubar und zu bewältigen, und das motiviert.


PS: Die Pomodorotechnik heißt übrigens so, weil ihr Erfinder, Francesco Cirillo, einen Küchentimer in Form einer Tomate (italienisch: "pomodoro") verwendet hat, um die Arbeitsintervalle zu messen.


Bei der Pomodorotechnik gibt es einige wichtige Punkte, auf die du achten solltest:


  • Klare Aufgaben definieren: Bevor du mit einem Pomodoro startest, erstelle einen Lernplan und trage die verschiedenen Lerneinheiten (pomodori) ein. Stelle sicher, dass du genau weißt, was du in den nächsten 25 Minuten erledigen willst. Eine klare Zielsetzung hilft, fokussiert zu bleiben.

  • Keine Ablenkungen zulassen: Während eines Pomodoros solltest du dich ausschließlich auf die Aufgabe konzentrieren. Schalte Benachrichtigungen aus, lege das Handy weg und vermeide Unterbrechungen. Also: keinen Ausflug zum Kühlschrank und auch das komplette Neusortieren des Etuiinhalts kann warten...

  • Durchstreichen oder Abhaken: Nachdem ein „Pomodoro“ beendet ist, wird die Aufgabe im Lernplan entweder durchgestrichen oder abgehakt. Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn er vermittelt dir ein Erfolgserlebnis und zeigt dir, dass du auf dem richtigen Weg bist. 

  • Pausen konsequent einhalten: Die kurzen Pausen nach jedem Pomodoro sind entscheidend, um geistig frisch zu bleiben. Nutze diese Zeit, um dich kurz zu entspannen, aufzustehen oder etwas zu trinken.

  • Längere Pausen nach vier Pomodoros: Nach vier Arbeitseinheiten solltest du eine längere Pause einlegen, um richtig aufzutanken. Das verhindert Ermüdung und hält deine Energie hoch.

  • Anpassung der Zeiten: Falls 25 Minuten zu kurz oder zu lang für dich sind, kannst du die Intervalle anpassen. Wichtig ist, dass du in regelmäßigen Abständen arbeitest und Pausen machst.


Mein Tipp: Probiert die Pomodorotechnik einfach einmal gemeinsam aus. Gerade wenn Hausaufgaben oder Lernen regelmäßig für Frust sorgen, kann ein klar begrenzter Zeitraum helfen: 25 Minuten konzentrieren, dann ist Pause. Oft ist nämlich nicht die Aufgabe selbst das größte Hindernis, sondern der Anfang.




 
 
 

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